BILD 🔵 BVB: Neues Tuschel-Thema aus der Dortmund-Kabine enthĂĽllt – ach was! – Shango Media
Football-FRONT-DEFootball-URGENT-DE

BILD 🔵 BVB: Neues Tuschel-Thema aus der Dortmund-Kabine enthüllt – ach was!

Ihr Kontakt ist nie abgerissen.

Als Jude Bellingham (20) im August für Real Madrid sein erstes von inzwischen fünf Toren in fünf Liga-Spielen erzielte, war Borussia Dortmunds Geschäftsführer einer der ersten Gratulanten. Per WhatsApp-Nachricht beglückwünschte Hans-Joachim Watzke (64) seinen Ex-Star zum Treffer und zum ersten Sieg.

Auch zwischen einigen BVB-Profis und Bellingham besteht weiter eine enge Verbindung. Während die meisten Borussen über seinen Real-Rausch staunen, hat der BVB den 103-Millionen-Abgang von Bellingham sportlich noch nicht verkraftet.

Zwar hatte der Engländer wegen seines allürenhaften Auftretens intern für atmosphärische Störungen gesorgt (SPORT BILD berichtete). Derzeit ist aus der Kabine allerdings auch zu hören, dass Teile der Mannschaft den Strategen spielerisch enorm vermissen, weil ohne ihn noch die Dominanz und Balance im Mittelfeld fehlen.

Jude Bellingham wechselte im Sommer fĂĽr 103 Mio. plus Bonuszahlungen vom BVB zu Real Madrid

Jude Bellingham wechselte im Sommer fĂĽr 103 Mio. plus Bonuszahlungen vom BVB zu Real Madrid

Foto: WITTERS

Fakt ist: Bei keinem der ersten vier Liga-Spiele waren die Verantwortlichen mit den gezeigten Leistungen zufrieden. Die Ursache liegt – wie auch die Zahlen eindrucksvoll belegen – vor allem im Mittelfeld. Wo Jude Bellingham dem BVB fehlt:

Als klassischer Box-to-Box-Player, der sich zwischen beiden Strafräumen bewegt, bot Bellingham ein Komplettpaket aus Abschlussstärke, Aktivität und Zweikampfhärte. Vergangene Saison gab er die meisten Torschüsse aller Dortmunder ab (65), sorgte mit den meisten Fouls (40) für Aggressivität und gewann sogar die meisten Zweikämpfe der Liga (482 von 849).

Vor Champions-League-Knaller Ăśberraschender Reus-Verdacht gegen PSG

Quelle: BILD

Seit Bellingham weg ist, braucht der BVB im Schnitt drei Sekunden länger, um den Ball zu erobern, führt deutlich weniger Zweikämpfe pro Spiel (181 statt 198 in der vergangenen Spielzeit) und erspielt sich weniger Großchancen (1,8 statt 2,4 pro Spiel).

Interessant: Sportdirektor Sebastian Kehl (43) betonte im Sommer: „Jude zu ersetzen wird durch einen einzigen Transfer gar nicht möglich sein.“ Trainer Edin Terzic (40) erklärte dagegen: „Wir haben mit Jude Bellingham einen Achter verloren, dafür haben wir einen Achter geholt mit Felix Nmecha.“

Problem bei Nmecha (22): Der junge, aber mit 30 Mio. Euro überteuerte Nationalspieler versuchte vor allem bei seinem einzigen Start­elf-Einsatz beim 1:1 in Bochum, Bellinghams Spiel und seine Aufdreh-Bewegungen zu kopieren, scheiterte damit. Potenzial schlummert dagegen in seiner Zweikampfstärke, 74 Prozent seiner Duelle im BVB-Trikot gewann er.

Problem bei Emre Can (29): Der Neu-Kapitän, für den sich Terzic im Sommer starkmachte, lebt von seinen Abräumer-Qualitäten, funktionierte als Nebenmann von Bellingham perfekt. Er ist kein Verbindungsspieler auf engem Raum, braucht die freie Position im Spielaufbau. In den ersten Spielen war deutlich erkennbar, dass Can, wenn er sich in die engen Räume von Bellingham begab, zu fehlerhaft agierte. Auch ein Grund, warum sich Dortmund in Freiburg erst steigerte, als Can als Libero in der Dreierkette seine wahren Stärken ausspielen konnte.

Das Problem bei Marcel Sabitzer (29): Dortmund profitiert schon jetzt von der Erfahrung und der Konstanz des Ex-Bayern-Stars. Sabitzer schafft es aber noch nicht, die durch Bellingham abhandengekommene Präsenz und Dominanz auszustrahlen.

Vergangene Rückrunde konnte Dortmund auch schwächere Bellingham-Phasen kompensieren – auch dank des technisch starken Mittelfeld-Vertreters Raphaël Guerreiro (29/ging zum FC Bayern). Jetzt muss der BVB das Potenzial der neuen Mittelfeld-Besetzung ausschöpfen.

Bouton retour en haut de la page
Fermer