90 MIN ­čöÁ Schweiz-Frauen: Probleme mit Inka Grings – Crnogor─Źevi─ç wegen Kritik nicht im Kader? – Shango Media
Football-FRONT-DEFootball-URGENT-DE

90 MIN ­čöÁ Schweiz-Frauen: Probleme mit Inka Grings – Crnogor─Źevi─ç wegen Kritik nicht im Kader?

├ärger im Schweizer Nationalteam der Frauen: Die F├╝hrungsspielerinnen sind mit Trainerin Inka Grings wohl nicht zufrieden. Lia W├Ąlti, Ramona Bachmann und Ana-Maria Crnogor─Źevi─ç haben sich der Berner Zeitung zufolge kritisch ├╝ber Grings ge├Ąu├čert. Ana-Maria Crnogor─Źevi─ç wurde daraufhin nicht mehr zum Nationalteam eingeladen – offiziell, um ihr zu helfen, einen neuen Klub zu finden, aber das scheint nicht der einzige Grund gewesen zu sein.

Am lautesten und emotionalsten soll bei der Kritik Crnogor─Źevi─ç gewesen sein – nun steht sie f├╝r die L├Ąnderspielpause nicht im Kader. “Ich h├Ątte mir mehr Unterst├╝tzung von meinen Trainern gew├╝nscht”, sagte sie. Es scheint naheliegend, dass ihre Nicht-Berufung in den Kader mit dieser Kritik zusammenh├Ąngt.

Crnogor─Źevi─ç wechselte im Sommer von Barcelona zu Atl├ętico Madrid, aber der Transfer ist inzwischen l├Ąngst offiziell, sodass wenig gegen eine Nominierung gesprochen h├Ątte.

Ana-maria Crnogorcevic

Ana-Maria Crnogorcevic wurde nicht in den Schweizer Kader berufen – sie hatte wohl Inka Grings kritisiert / Visionhaus/GettyImages

Grings wurde zum Jahresanfang zur Schweizer Nationaltrainerin ernannt. Sie l├Âste damit Nils Nielsen ab, der im Team wohl beliebt war, aber bei der EM mit der Schweiz in einer schweren Gruppe ausschied. Grings hatte zuvor zwei Jahre lang die Frauen des FC Z├╝rich trainiert, ihre Berufung als Nationaltrainerin kam etwas ├╝berraschend.

Bei der WM schnitt die Schweiz auf dem Papier nicht schlecht ab: Die Nati zog in das Achtelfinale ein, wo sie vom sp├Ąteren Weltmeister Spanien geschlagen wurden. Jedoch war der Berner Zeitung nach die Stimmung schon in der Gruppenphase schlecht. Die Schweiz hatte mit Neuseeland, Norwegen und den Philippinen die wohl leichteste Gruppe erwischt und zog ohne Gegentor und als Erster in die K.o.-Phase ein. Allerdings waren die Leistungen auch nicht immer ├╝berzeugend.

Grings setzte vor allem auf Vorsicht und die Schweiz spielte oft mit angezogener Handbremse, was die Spielerinnen verwundert haben soll. Zum Beispiel waren viele Spielerinnen ├╝berrascht, dass Offensivspielerin G├ęraldine Reuteler, bis dahin eine der besten Spielerinnen der Schweiz, im entscheidenden Gruppenspiel gegen Neuseeland zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Ein Punkt reichte der Schweiz f├╝r das sichere Weiterkommen, und so spielte Grings nicht auf Sieg – zum Missfallen der Spielerinnen.

F├╝r das Achtelfinale gegen Spanien hatten die Spielerinnen sich der Berner Zeitung zufolge an Grings gewandt: Sie warnten, dass Spanien vor allem ├╝ber die Fl├╝gel gef├Ąhrlich sei, und dass Aitana Bonmat├ş – sp├Ąter zur Spielerin des Turniers gek├╝rt – eine der gef├Ąhrlichsten Akteurinnen sei. Stattdessen wurde den Spielerinnen aber geraten, sich auf Alexia Putellas zu konzentrieren, die letztendlich auf der Bank sa├č.

Inka Grings

Inka Grings war sich mit ihren Spielerinnen nicht immer einig / Phil Walter/GettyImages

F├╝r Verwunderung sorgten auch personelle Entscheidungen – zum Beispiel, dass Viola Calligaris, die in der spanischen Liga gespielt hatte und den Gegner daher gut kannte, wie auch schon in der Vorrunde nur Erg├Ąnzungsspielerin war. Dabei gilt Calligaris, die im Sommer zu PSG wechselte, als eine starke Verteidigerin.

Innerhalb des Teams soll es auch schon vor der WM Zweifel an Grings und ihrem Trainerteam gegeben haben, vor allem an der Kommunikation. Kapit├Ąnin Lia W├Ąlti, Ramona Bachmann und Ana-Maria Crnogor─Źevi─ç, die drei erfahrensten und wohl wichtigsten Spielerinnen, haben dies anscheinend alle kritisiert.

Vor allem der Kontrast zu Ex-Trainer Nielsen soll gro├č sein. W├Ąlti sagte etwa nach dem Ausscheiden bei der EM, die Zusammenarbeit mit Nielsen sei “sehr angenehm”. Der Druck auf den Schweizer Verband ist nun gro├č: 2025 findet die Heim-EM statt, dort will die Schweiz gut aufspielen. Wenn das gelingen soll, muss eine gro├če Steigerung im Vergleich zur WM her – ob mit Grings oder ohne, das ist noch offen.

Bouton retour en haut de la page
Fermer